Rheuma
Rheuma

Rheuma: Therapiemöglichkeiten, Symptome und mehr

Aufgrund der Vielzahl der Fälle in Deutschland kann Rheuma beinahe als Volkskrankheit bezeichnet werden. Während die verschiedenen Formen der Arthritis nicht heilbar sind, werden in der Therapie dennoch kontinuierlich Fortschritte erzielt. Woher rheumatische Erkrankungen kommen und wie Erkrankte von einer modernen Rheuma-Behandlung profitieren, haben wir ausführlich zusammengetragen.

Was ist Rheuma?

Grundsätzlich ist Rheuma ein Überbegriff, der im Detail etwas mehr als 100 Erkrankungen umfasst. "Das eine Rheuma" gibt es in der Fachsprache somit nicht. Ärztinnen und Ärzte präzisieren bei der Diagnostik immer exakt, um welche Form von Rheuma es sich handelt.

Jede Variante der Krankheit äußert sich jedoch so, dass sich bestimmte Gelenke am Körper chronisch entzünden. Als Folge treten Schmerzen auf, Gelenke können steif werden und die Kraft in den Gelenken nimmt ab. Durch die Schmerzen leiden Patientinnen und Patienten je nach Ausprägung der Krankheit mehr oder weniger stark. Zusätzlich führt Rheuma im Alltag unter Umständen zu starken Einschränkungen.

Ein entzündeter Bewegungsapparat beispielsweise kann dazu führen, dass die Mobilität eingeschränkt wird. Aufgaben, die vor einigen Jahren noch problemlos durchführbar waren, erweisen sich plötzlich aufgrund der Schmerzen als große Belastung. Diese Arthritis-Symptome sind der Grund, warum die Lebensqualität im Allgemeinen stark leidet - völlig unabhängig von den physischen Schmerzen.

Diagnose der Erkrankung

Eine exakte Anamnese ist der Schlüssel zur Diagnose. In der modernen Medizin werden dazu körperliche Untersuchungen angestellt, die vor allem die Gelenke betroffen. Im Gespräch wird geklärt, welche Rheuma-Symptome eventuell bereits vorliegen oder nicht. Außerdem helfen Labortests, um Rheumafaktoren zu untersuchen. Bei Verdacht auf einige spezifische Rheumavarianten verwenden Ärzte weiterhin Ultraschall- und Röntgenverfahren oder ähnliche Methoden, um ein Bild der Krankheit zu erhalten.

Ein Indikator, der für Laien erkennbar ist, sind die Rheuma-Finger. Sind Hände und Finger geschwollen, fällt dies meist schnell auf, da die Hände den ganzen Tag im Einsatz sind. Eventuelle Probleme sind daher schnell erkennbar. Rheuma-Finger zeichnen sich durch recht dicke, aber weiche Schwellungen an beiden Händen aus. Sie können (müssen aber nicht) ein Anzeichen für rheumatoide Arthritis sein. Vor allem am Morgen beklagen sich Erkrankte an diesem Phänomen, das in dieser Zeit die Fingergelenke besonders versteift erscheinen lässt.

Knieschmerzen - Privatklinik Jägerwinkel
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Ursachen für eine Erkrankung

Leider liegen keine Erkenntnisse über eine genaue Ursache vor. Dies würde hilfreich sein, um wichtige Präventionsarbeit zu leisten. Ärzte haben jedoch einige Vermutungen und Anhaltspunkte: So spielen genetische Faktoren bei der Erkrankung eine Rolle, ebenso werden bestimmte Viren und Bakterien verdächtigt. Ob Umweltfaktoren, psychische Belastungen oder auch Schadstoffe, die in Berufen eingeatmet werden, eine Rolle spielen, ist nicht bekannt und daher höchstens Spekulation.

Rauchen erhöht sowohl das Krankheitsrisiko als auch die Schwere des Verlaufs. Leider lässt sich dies nur schwer rückgängig machen, da Therapieverfahren bei Rauchern seltener anschlagen. Von Bedeutung ist auch das eigene Immunsystem, das aufgrund einer Überreaktion bei rheumatoider Arthritis das eigene Gewebe und damit die Gelenke angreift. Während über die genauen Ursachen somit wenig bekannt ist, werden Therapiemethoden dennoch immer weiter verbessert.

Rheuma-Symptome

Abhängig von der Art der Erkrankung fallen die Rheuma-Symptome unterschiedlich aus. Einige Gemeinsamkeiten sind jedoch über sehr viele Varianten zu erkennen:

  • Einige oder viele Gelenke am Körper sind geschwollen und gerötet. Durch die Entzündung im Gelenk sind diese außerdem warm. Das beste Beispiel aus dem Alltag sind die genannten Rheuma-Finger.
  • Gelenke sind oft steif, sodass die Bewegung erschwert wird. Erkrankte spüren dies in der Regel am Morgen am deutlichsten.
  • Grundsätzlich verursachen die Gelenke Schmerzen. Selbst alltägliche Handlungen wie ein Händedruck sind dann nicht mehr zu unterschätzen, denn selbst diese minimale Anstrengung kann Schmerzen verursachen.
  • In den Gelenken fehlt es an Kraft. Vor allem ältere Menschen bekommen Probleme, wenn sie zum Beispiel eine Flasche öffnen oder einen schweren Gegenstand heben möchten.

Im Verlauf der Erkrankung nehmen die Rheuma-Symptome und deren Ausmaße immer weiter zu. Wer Symptome dieser Art bei sich feststellt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Je früher eine Therapie in Angriff genommen wird, desto besser sind die Chancen auf ein gutes, schmerzfreies Leben auch mit der Krankheit.

Rheuma Arthritis
Rheuma Arthritis

Was ist ein Rheumaschub?

Wie bei vielen Autoimmunerkrankungen verläuft auch Gelenkrheuma in Schüben. Rheumatische Erkrankungen sind nicht permanent im Körper aktiv, sondern vermindern und verstärken ihre Intensität über einen langen Zeitraum.

Manchmal zeigen Erkrankte über einen längeren Zeitraum so gut wie keine Rheuma-Symptome. Dann sind auch die Schmerzen entweder nur sehr leicht oder gar nicht existent. Kurze Zeit später kann es jedoch wieder zu einem Rheumaschub kommen und die Rheuma-Symptome sind stärker bemerkbar. Diese Schübe können schnell oder langsam auftreten, sie können länger oder kürzer andauern. Dies variiert von Person zu Person. Da vor allem ein akuter Rheumaschub mit Schmerzen verbunden ist, spielt eine wirkungsvolle Therapie in dieser Zeit eine große Rolle.

Was ist Arthritis ?

Im Zusammenhang mit Rheumaerkrankungen wird immer wieder Arthritis erwähnt - etwa die rheumatische Arthritis. Es ist daher sinnvoll, kurz auf die Arthritis als solche einzugehen.

Zu Deutsch lässt sich der Begriff mit Gelenkentzündung übersetzen. Eine Arthritis fällt sofort auf, da die Gelenke permanent im Einsatz sind. Entzündungen in diesen Bereichen sind daher bisweilen sehr schmerzhaft. Darüber hinaus schränken sie die Lebensqualität drastisch ein: Sind Bewegungen schmerzhaft, ist an einen regulären Alltag oft nicht mehr zu denken.

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste Form der Arthritis. Auch dort existieren jedoch unterschiedliche Varianten, die sich etwa nach Lokalisation, Befallsmuster und Verlauf unterscheiden. Diese Arthritis ist immer chronisch, im Laufe der Zeit wird sie also immer wieder auftreten. Dem gegenüber steht die akute Arthritis, die nach überstandener Erkrankung wieder ausheilt.

Zusätzlich gibt es Sonderformen wie eine reaktive Arthritis. Diese tritt immer als Reaktion auf eine Infektion auf. Zwei bis vier Wochen nach der Infektion beginnt die reaktive Arthritis, sich in einem oder mehreren Gelenken zu manifestieren. Grundsätzlich ist eine reaktive Arthritis nicht zwingend chronisch, sie kann sich jedoch in eine chronische Arthritis ausweiten.


Präventionsarbeit gegen Rheuma

Vorbeugung ist immer das beste Mittel, einer Krankheit zu begegnen. Zwar bedeutet eine gesunde Vorbeugung nicht automatisch, dass eine Erkrankung auf keinen Fall entstehen kann. Sie vermindert allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Ausbildung einer Rheumakrankheit im Körper kommt.

1. Verzicht auf Nikotin
Wie bereits kurz erwähnt, erhöht Rauchen das Rheumarisiko und verschlechtert den Erfolg von Therapien. Durch den Rauch wird mehr Eiweiß gebildet, das jedoch bei der Bekämpfung einer rheumatischen Krankheit aus dem Körper verbannt werden soll. Rauchen begünstigt somit rheumatische Erkrankungen.

2. Bewegung
Starke Muskeln stabilisieren Gelenke und helfen somit dabei, die Rheuma-Symptome zu bekämpfen. Regelmäßige Bewegung ist daher eine sinnvolle Vorbeugung. Dies gilt auch im fortgeschrittenen Alter, wo gelenkschonende Sportarten die beste Präventionsarbeit leisten.

3. Ernährung
Obst und Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte und viel Vitamin E stärken die Gelenke und vermindern das Risiko von Übergewicht. Ein zu hohes Gewicht belastet die Gelenke und fördert Rheumaerkrankungen.

Rheuma
Rheuma

Gibt es ein Heilmittel gegen Rheuma?

Aktuell gibt es kein bekanntes Heilmittel gegen Rheuma. Eine Therapie zielt daher niemals darauf ab, die Krankheit zu heilen, sondern die Arthritis-Symptome zu lindern. Mit einer entsprechend wirksamen, auf individuelle Patientinnen und Patienten zugeschnittenen Therapie und den richtigen Medikamenten können Erfolge in verschiedenen Bereichen erzielt werden:

1. Die Entzündung der Gelenke kann gehemmt und gebremst werden. Dies verhindert eine Ausbreitung der Krankheit im bereits betroffenen Gelenk und reduziert die Chance, dass sich die Krankheit schnell auf weitere Gelenke ausbreitet.

2. Als Folge der Hemmung der Entzündung leiden Patientinnen und Patienten weniger stark unter Schmerzen und Schwellungen der Gelenke. Sind besonders wichtige Gelenke betroffen, wie die Knie, kann dies eine große Erleichterung beim Bestreiten des Alltags darstellen.

3. Funktionen der Gelenke werden im Allgemeinen verbessert oder möglichst lang erhalten. Der Fortschritt von Rheuma lässt sich leider nie komplett aufhalten. Durch einen Fokus auf den Erhalt der Gelenkfunktionen können jedoch auch Patientinnen und Patienten im hohen Alter ein wesentliches Plus an Lebensqualität genießen.

Therapiemethoden sind vor allem dann erfolgreich, wenn sie maßgeschneidert sind. Je exakter die Therapie auf die tatsächlichen Beschwerden zugeschnitten ist, desto stärker die Auswirkungen der Therapie gegen die Arthritis-Symptome.

Welche Altersgruppen sind besonders betroffen?

Ist von rheumatoider Arthritis die Rede, sind davon etwa 550.000 Personen in Deutschland betroffen. Gemessen auf das gesamte Leben liegt das Risiko, früher oder später an Rheuma zu erkranken, bei 5 % (Männer) bis 8 % (Frauen). Je höher das Alter, desto wahrscheinlich ist eine Erkrankung. Der Beginn findet jedoch meist in einem Alter zwischen 50 und 70 Jahren statt.

Andere Varianten beginnen früher, wie die ankylosierende Spondylitis. Diese Art von Rheuma betrifft vor allem die Wirbelsäule und periphere Gelenke, der Krankheitsbeginn tritt oft in einem Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Die Häufigkeit ist bei Männern leicht erhöht, außerdem gibt es familiäre Einflussfaktoren.

Diese beiden Beispiele zeigen, dass es "das Rheuma" so nicht gibt - und sogar Kinder können seltene Rheumaarten bekommen. In Deutschland leben aktuell etwa 20.000 Kinder mit der Krankheit.

Häufigkeit aller Rheumaerkrankungen

Von schweren chronischen Rückenschmerzen, die auf die eine oder andere Art durch Rheuma ausgelöst werden, sind etwa sieben Millionen Menschen betroffen. Weitere zehn Millionen Personen weisen chronische Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats auf. 1,5 Millionen Personen, was immerhin 2 % der Erwachsenen sind, leiden an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Insgesamt sind damit etwa 25 % aller Menschen in Deutschland von Funktionseinschränkungen betroffen, die den Bewegungsapparat betreffen.

Rheuma ist daher leider ein ernstzunehmendes Phänomen, das einer gründlichen Behandlung bedarf.

Therapieangebote in der Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee

Die Rheuma-Behandlung in der Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee zielt darauf ab, die typischen Rheuma-Symptome des Alltags zu lindern. Dies kann über einen längeren Zeitraum kontinuierlich erfolgen oder auch nur, wenn gerade ein akuter Rheumaschub vorliegt. Die Wahl über die genaue Art der Behandlung vor Ort wird Patientinnen und Patienten überlassen, sie findet jedoch immer in enger Zusammenarbeit mit den beratenden Ärzten statt.

Therapieansätze gegen Rheuma-Symptome

Grundsätzlich verfolgt die Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Da Rheuma als Krankheit derart vielfältig ist, kann es keine singuläre Disziplin geben, die immer Erfolge verspricht. Stattdessen decken die Therapiemethoden ein breites Spektrum interdisziplinärer Ansätze ab: von konservativen Therapien über High-Tech-Verfahren bis zu Naturheilverfahren.

Rheuma Therapie
Rheuma Therapie

Welche Therapie bei welcher Patientin oder welchem Patienten anschlägt, ist im Voraus nicht absehbar. Daher werden individuelle Pläne entworfen, die auf die jeweilige Person zugeschnitten sind. Klassische Schulmedizin wird dabei mit alternativen Heilmethoden kombiniert, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Generell haben sanfte Therapiemethoden dabei den Vorrang, um den ohnehin angeschlagenen Körper nicht weiter zu belasten.

Erfolge in entspannter Atmosphäre

Neben modernen Therapieansätzen liefert die Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee die passende Atmosphäre, um Gelenkrheuma und Arthritis-Symptome zu lindern. In ruhiger Lage bekommt der Geist die notwendige Therapie, um sich vom womöglich stressigen Alltag zu erholen. Therapeutische Unterstützung betrifft damit nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Vor allem während eines akuten Rheumaschubs kann dies die Beschwerden deutlich lindern.

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FAQ

Wie entsteht Rheuma ?

Bis heute sind die Ursachen nicht komplett geklärt. Risikofaktoren sind erblicher Natur, außerdem leiden Raucher häufiger und stärker unter der Krankheit. Gelenkrheuma tritt meistens bei älteren Personen auf, einige Arten der Krankheit können jedoch auch jüngere Menschen oder sogar Kinder betreffen. Ein Anzeichen, das vor allem die rheumatische Arthritis betrifft, sind Rheuma-Finger, die ein erster Hinweis sein können.

Welche Therapiemethoden versprechen Erfolg?

Es gibt über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Diese können auf Millionen von Menschen übergreifen. Die Erkrankung fällt somit bei jeder Person anders aus, Patentrezepte gibt es nicht. Individuell zugeschnittene Therapiemethoden, wie sie die Privatklinik Jägerwinkel anbietet, können sich besser auf die genauen Symptome einzelner Personen einstellen. Die Folge ist ein besserer Umgang mit der Krankheit im Alltag, um die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten.

Kann ich komplett geheilt werden?

Selbst mit der besten Therapie ist eine Heilung aktuell nicht möglich. Eine Therapie zählt daher immer darauf ab, die Rheuma-Symptome zu lindern. In welchem Umfang dies gelingt, lässt sich schwer voraussehen. Mit den richtigen Therapiemethoden ist jedoch auch mit Gelenkrheuma ein angenehmes Leben über einen langen Zeitraum umsetzbar.

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Quellen

  • https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html
  • https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/koerper/rheuma/rheumatoide-arthritis-symptome-diagnose.html
  • https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis
  • https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/rheuma-leichte-sprache
  • https://praxistipps.focus.de/rheuma-fruehzeitig-vorbeugen-die-5-wichtigsten-tipps_122803
  • https://www.pflege.de/krankheiten/arthritis

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