Gesund bleiben durch Checkup und Prävention in der Orthopädie

Zahlreiche Verletzungen und Krankheiten ließen sich durch regelmäßige Untersuchungen im Rahmen der Früherkennung verhindern. In der Medizin spielt deshalb nicht nur die Behandlung von Beschwerden, sondern auch der frühzeitige Checkup und die Prävention eine entscheidende Rolle. Orthopädische Untersuchungen eröffnen Ihnen die Möglichkeit, mögliche Fehlstellungen und Fehlhaltungen so früh wie möglich zu erkennen und auf diese Weise dem Entstehen von schwerwiegenden Krankheiten und damit verbundenen Einschränkungen im Alltagsleben vorzubeugen.

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Die Rolle von Checkup und Prävention in der Orthopädie

Das Wort "Prävention" kommt vom Lateinischen praevenire, was übersetzt "zuvorkommen" oder "verhindern" bedeutet. Die Prävention umfasst in der Medizin demnach alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um Erkrankungen oder andere unerwünschte Effekte zu verhindern und Risikofaktoren für das Entstehen bestimmter Krankheiten zu vermindern. Im Rahmen der Prävention werden individuelle Risikofaktoren des Menschen wie beispielsweise dessen familiäre Belastung und genetische Prädisposition sowie dessen individuelle Lebensweise und Bewegungsverhalten analysiert. Dies hat zum Ziel, gesunde Verhaltensweisen und einen gesunden Lebensstil zu fördern. Orthopädische Prävention kann nicht nur älteren Menschen dabei helfen, Erkrankungen oder Verletzungen zu verhindern. Insbesondere für Sportlerinnen und Sportler kann eine orthopädische Prävention sinnvoll sein, um die Verletzungsanfälligkeit zu reduzieren und das Risiko für sportbedingte Unfälle signifikant zu minimieren.

Insbesondere im Rahmen der aktuellen demografischen Entwicklung wird Prävention in der Orthopädie immer wichtiger. Da die Bevölkerung immer älter wird und es zunehmend zu Erkrankungen des Bewegungsapparates kommt, gewinnen präventive Maßnahmen immer mehr an Bedeutung. Diese haben zum Ziel, jegliche Beschwerden, die die Beweglichkeit und die Lebensqualität der Betroffenen einschränken, weitestgehend zu vermeiden. Erkrankungen des muskuoskeletalen Systems sind aktuell bereits für 21,7 Prozent des Krankenstandes in Deutschland verantwortlich. Zudem wird hierzulande mehr als ein Drittel aller Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung für die Rehabilitation von muskuloskeletalen Beschwerden verwendet. Insbesondere die Behandlung von Bandverletzungen, die beispielsweise durch Sportunfälle entstehen, Frakturen, degenerativen Rückenverletzungen, Arthrose der großen Gelenke und degenerativen Sehnenschäden erweisen sich als besonders kostenintensiv (siehe https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2014/03/einzelpdf/BAB_3_2014_80_84.pdf DAK 2010). Derartige Krankheiten verursachen aktuell nicht nur enorme volkswirtschaftliche Kosten, sondern auch großes Leiden, welches sich durch Checkup und Prävention deutlich vermindern und teilweise sogar gänzlich vermeiden ließe.

Zu den präventiven, also krankheitsvorbeugenden Maßnahmen, zählen nicht nur regelmäßige ärztliche Untersuchungen im Rahmen der Früherkennung eventueller Krankheiten, sondern auch regelmäßige Bewegung und gelenkschonender Sport. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Prävention von Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu wichtigen Maßnahmen der Prävention. Zudem spielen Maßnahmen im Alltag wie beispielsweise die Einrichtung eines ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatzes eine Rolle. All diese präventiven Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko für die Entstehung bewegungseinschränkender Erkrankungen und Schmerzen zu reduzieren und die körperliche und geistige Gesundheit bis ins hohe Alter in bestmöglicher Form zu bewahren.


Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention in der Orthopädie

In der Medizin und damit auch in der Orthopädie wird, in Abhängigkeit davon, zu welchem Zeitpunkt im Erkrankungsverlauf die präventive Maßnahme erfolgt, zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention gesprochen.

Im Rahmen der Primärprävention werden die Ursachen von Krankheiten bekämpft, bevor diese überhaupt entstehen können. Weit verbreitete Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2 können in den meisten Fällen durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise verzögert, in ihrem Verlauf günstig beeinflusst oder sogar gänzlich vermieden werden. Um das Aufkommen von Krankheiten zu verhindern, ist also eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung von großer Bedeutung. Die Primärprävention setzt auf unterschiedlichen Ebenen an und beinhaltet unter anderem aufklärende und präventive Maßnahmen wie Gesundheitskurse, die eine Erhöhung des Gesundheitsbewusstseins zum Ziel haben.
Im Fachgebiet der Orthopädie besteht die Primärprävention zudem in der Erhöhung der passiven und aktiven Sicherheit im Alltag sowie im Beruf und im Sport. So kann die passive Sicherheit im Sport beispielsweise durch das Tragen von Schutzkleidung wie Helm, Schutzhandschuhen und Rückenprotektoren erhöht werden. Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche sowie für ältere Patientinnen und Patienten stehen dabei im besonderen Fokus.

Im Rahmen der Sekundärprävention wird besonderer Fokus auf die Früherkennung und die Behandlung von Verletzungen und anderen Beschwerden gelegt. Dazu gehören unter anderem Stoffwechselstörungen wie beispielsweise Diabetes mellitus oder Deformitäten bestimmter Körperteile, die aus Fehlhaltungen und Fehlstellungen des Bewegungsapparats resultieren. Durch eine möglichst schnelle und gezielte Behandlung soll verhindert werden, dass diese fortschreiten und sich im Laufe der Zeit verschlimmern können. Zur Sekundärprävention gehören beispielsweise regelmäßig durchgeführte Vorsorge-Untersuchungen und Gesundheitschecks, bei denen das Risiko für das Auftreten bestimmter Erkrankungen ermittelt wird. Untersuchungen der Früherkennung richten sich insbesondere an Personen, die augenscheinlich beschwerdefrei und gesund sind. Falls im Rahmen der Untersuchungen dennoch Beschwerden wie Schmerzen oder Fehlhaltungen festgestellt werden, kann möglichst frühzeitig eine geeignete Behandlungsform angeordnet werden. Je nach Art und Intensität der Beschwerden können sowohl eine adäquate konservative als auch eine operative Therapie dazu führen, dass Folgeschäden gemildert oder sogar gänzlich vermieden werden können.

Die Tertiärprävention zielt dagegen darauf ab, die Folgeschäden von bereits eingetretenen Erkrankungen oder Beschwerden entweder zu begrenzen, zeitlich zu verzögern oder nach Möglichkeit sogar gänzlich zu verhindern. Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise Kuren und Aufenthalte in Reha-Kliniken, aber auch psychotherapeutische Maßnahmen.

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Vermeiden von Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates durch orthopädischen Checkup und Prävention

Heutzutage nimmt das Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen zu, wodurch die Themen gesunde Ernährung und Sport einen zunehmend höheren Stellenwert einnehmen. Dennoch beansprucht uns unsere Leistungsgesellschaft auf der beruflichen als auch der privaten Ebene sowohl körperlich als auch psychisch. Diese Beanspruchung führt dazu, dass viele Menschen die Signale ihres Körpers nicht immer wahrnehmen oder richtig interpretieren können. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich orthopädische Erkrankungen häufig unbemerkt über einen längeren Zeitraum schleichend entwickeln und nicht immer mit Schmerzen verbunden sein müssen. Fehlhaltungen und Fehlbelastungen bleiben deshalb häufig unentdeckt und machen sich erst dann bemerkbar, wenn deren Folgen bereits zu großen Schmerzen oder einschneidenden Beeinträchtigungen der Bewegungsfähigkeit führen. Auch der natürliche Verschleißprozess im Rahmen der altersbedingten Degeneration verläuft meist schleichend, wodurch die Folgen teilweise erst in einem späten Stadium wahrgenommen werden.

Insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie ist diesbezüglich Vorsicht geboten, denn viele Menschen nehmen den persönlichen Kontakt zu Medizinerinnen und Medizinern nur noch vereinzelt oder gar nicht mehr wahr (siehe https://www.dak.de/dak/bundesthemen/gesundheitsreport-2021-2515300.html#/). Um Fehlhaltungen und Fehlstellungen möglichst frühzeitig erkennen zu können, ist der persönliche Kontakt mit einer Orthopädin oder einem Orthopäden im Rahmen eines Checkups entscheidend. Regelmäßige Checkups und Präventionsuntersuchungen dienen der Früherkennung von Fehlhaltungen und Fehlbelastungen und können somit dazu führen, dass Schädigungen am Stütz- und Bewegungsapparat deutlich reduziert oder sogar gänzlich verhindert werden. Die orthopädische Prävention bietet die Gelegenheit, Probleme zu identifizieren, bevor sie sich zu schwerwiegenden Beschwerden oder Erkrankungen weiterentwickeln können. So können Veränderungen am Stütz- und Bewegungsapparat entdeckt werden, bevor sie symptomatisch werden und bewegungs- und damit lebenseinschränkende Beschwerden entstehen.

Orthopädischer Checkup und Prävention lässt sich mit Vorsorgeuntersuchungen in Facharztpraxen vergleichen. Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, Probleme zu entdecken, bevor sich erste Symptome zeigen und Ihre Gesundheit durch deren Auswirkungen beeinträchtigt wird. Moderne Diagnostik bietet Medizinerinnen und Medizinern heutzutage die Möglichkeit, den Gesundheitszustand Ihres Stütz- und Bewegungsapparates zu erkennen und eventuelle Störungen im Körper frühzeitig zu lokalisieren und zu beseitigen.

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